Functionele omschrijving

Microsoft Power Automate ist die Integrations- und Automatisierungsplattform von Microsoft. Bis 2019 hieß der Dienst Microsoft Flow; dieser alte Name taucht gelegentlich noch auf, es handelt sich aber um genau dasselbe Produkt. Mit Power Automate erstellen Sie automatisierte Workflows („Flows“) zwischen Hunderten von Anwendungen, ohne zu programmieren. Dieser Artikel beschreibt den funktionalen Hintergrund: wie Power Automate funktioniert und wie i-Reserve hineinpasst.

Bausteine: Trigger, Aktionen und Connectoren

Ein Flow besteht aus Bausteinen. Die wichtigsten sind:

  • Trigger — das Ereignis, das einen Flow startet (zum Beispiel „es gibt eine neue Reservierung“).
  • Aktion — etwas, das der Flow anschließend tut (zum Beispiel „eine Zeile in Excel anlegen“ oder „eine E-Mail senden“).
  • Connector — die Verbindung zu einer bestimmten Anwendung. Ein Connector stellt die verfügbaren Trigger und Aktionen für diese Anwendung bereit.

Wenn Sie mehr Hintergrund zu Triggern, Aktionen und der Zuordnung von Feldern möchten, lesen Sie Was ist eine Integrationsplattform.

Wie i-Reserve in Power Automate passt

Für i-Reserve gibt es keinen fertigen („zertifizierten“) Connector in der Power Automate-Galerie. Stattdessen erstellen Sie selbst einen benutzerdefinierten Connector. Das ist einfacher, als es klingt: i-Reserve generiert nämlich automatisch eine OpenAPI-Definition (eine swagger.json-Datei) Ihrer Umgebung. Diese Definition importieren Sie in Power Automate, und damit sind alle i-Reserve-Trigger und -Aktionen direkt verfügbar.

Wichtig: die OpenAPI-Definition ist umgebungsspezifisch. Selbst hinzugefügte Reservierungs- und Kundenfelder aus Ihrer Konfiguration werden in die Definition übernommen, sodass Sie sie in Ihren Flows verwenden können.

Authentifizierung: OAuth 2.0 mit einem Verbindungsbenutzer

Der benutzerdefinierte Connector kommuniziert mit i-Reserve über die REST-API mit OAuth 2.0 (Grant Type authorization code). Dafür sind zwei Dinge erforderlich:

  • Ein OAuth-Client (Client ID + Secret) in i-Reserve — siehe OAuth-Clients einstellen.
  • Ein Verbindungsbenutzer: das i-Reserve-Benutzerkonto, mit dem die Verbindung hergestellt wird. Die Berechtigungen dieses Kontos bestimmen, was der Flow in i-Reserve darf.

Power Automate oder Zapier?

Beide Plattformen tun im Grunde dasselbe und lassen sich beide mit i-Reserve verbinden. Grob gilt:

  • Power Automate, wenn Ihre Organisation bereits mit Microsoft 365 arbeitet und Workflows innerhalb des Microsoft-Ökosystems möchte (Outlook, Teams, SharePoint, Excel).
  • Zapier, wenn Sie schnell und ohne Microsoft-Umgebung eine sehr breite Auswahl an (häufig nicht von Microsoft stammenden) Apps verbinden möchten. Siehe Zapier.

Zu beachten

  • Den benutzerdefinierten Connector pflegen Sie selbst: bei größeren Änderungen an Ihrer i-Reserve-Konfiguration kann es nötig sein, eine frische swagger.json zu importieren.
  • Das Client Secret ist sensibel; bewahren Sie es sicher auf und geben Sie es nicht weiter.
  • Die Berechtigungen des Verbindungsbenutzers bestimmen die Möglichkeiten und die Risiken Ihrer Flows — vergeben Sie nicht mehr Rechte als nötig.