Beispiel Zahlungsplan
In diesem Beispiel zahlt der Kunde bei der Buchung 30 % an und den Rest 42 Tage (sechs Wochen) vor dem Reservierungsdatum. Bucht jemand weniger als 49 Tage im Voraus, zahlt er alles auf einmal bei der Buchung. Danach sorgt der Workflow dafür, dass der Status mitgeht, eine Erinnerung verschickt wird und unbezahlte Reservierungen abgelehnt werden. Die Bedeutung jedes Feldes finden Sie unter Was sind Zahlungspläne?.
1. Die zwei Regeln des Zahlungsschemas
| Feld | Regel 1: Anzahlung | Regel 2: Restbetrag |
|---|---|---|
| Name / Beschreibung | Anzahlung | Restbetrag |
| Ziel Text „Beschreibung“ nach dem Zusammenfügen | leer | Zahlung des vollständigen Betrags |
| Ziel Text „Datum“ nach dem Zusammenfügen | leer | Unmittelbar nach der Buchung |
| Standard | Ja | Ja |
| Produkt | leer | leer |
| Priorität | 1 | 2 |
| Wann | 0 Tage · Unmittelbar nach der Buchung | 42 Tage · bevor Buchung erfolgt |
| Betrag | 30 · Variable − auf Basis des vollständigen Betrags | 70 · Variable − auf Basis des vollständigen Betrags |
| Zeit vorher | 0 Tage | 7 Tage |
| Zeit nachher | 0 Tage | 0 Tage |
| Zusammenfügen | Weiter (bewirkt hier nichts) | Zurück |
| Wer / Richtung | Kunde · Eingehend | Kunde · Eingehend |
Die fett gedruckten Werte sind das Sicherheitsnetz. Regel 2 sagt: Liegt der Restbetrag weniger als 7 Tage nach der Anzahlung, füge mich mit der vorherigen zusammen. Die Zieltexte stehen bei Regel 2, weil Regel 2 bei einem Konflikt in Regel 1 aufgeht. Der Kunde sieht dann eine Zeile „Zahlung des vollständigen Betrags“, „Unmittelbar nach der Buchung“.
2. So wirkt es sich auf der Zeitachse aus
- A. 120 Tage im Voraus. Die Anzahlung fällt auf Tag 0, der Restbetrag auf Tag 78 (120 − 42). Dazwischen liegen weit mehr als 7 Tage, also kein Konflikt: zwei Zahlungen.
- B. 45 Tage im Voraus. Der Restbetrag fiele auf Tag 3 (45 − 42). Das liegt innerhalb der 7 Tage Zeit vorher, und Zusammenfügen steht auf Zurück: Die 70 % werden zur Anzahlung addiert. Der Kunde zahlt 100 % bei der Buchung.
- C. 30 Tage im Voraus. 42 Tage vor dem Reservierungsdatum lag schon 12 Tage in der Vergangenheit. Ein Zahlungszeitpunkt liegt nie vor der Buchung, also rückt der Restbetrag auf jetzt. Dann fällt er auf denselben Zeitpunkt wie die Anzahlung und wird zusammengefügt: 100 % bei der Buchung.
Die Grenze liegt also bei 42 + 7 = 49 Tagen. Wer 49 Tage oder früher bucht, zahlt in zwei Teilen. Wer später bucht, zahlt alles sofort.
Warum nicht „Zeit nachher 49 Tage“ bei der Anzahlung?
Eine frühere Version dieses Beispiels setzte bei Regel 1 Zeit nachher 49 Tage mit Zusammenfügen Weiter. Das bewirkt etwas anderes, als es scheint. Zeit nachher rechnet ab der Zahlung selbst, nicht ab dem Reservierungsdatum. Bei jeder Reservierung, die weniger als 91 Tage (49 + 42) im Voraus gebucht wird, rückt die Anzahlung dann in den Restbetrag. Der Kunde zahlt bei der Buchung nichts und den vollständigen Betrag 42 Tage vor dem Reservierungsdatum, oder sofort, wenn dieser Zeitpunkt schon vorbei ist. Und weil Regel 1 dann schon weitergerückt ist, kommt die Zeit vorher von Regel 2 nie mehr zum Zug.
Wollen Sie gerade, dass ein Spätbucher alles später zahlt, ist Zeit nachher mit Zusammenfügen Weiter die richtige Wahl. Wählen Sie eines pro Konflikt.
3. Der Workflow: den Status mitgehen lassen
Das Zahlungsschema bestimmt, was wann zu zahlen ist. Der Workflow bestimmt, was passiert, wenn das geschieht oder nicht. Sie richten das beim Objekt unter Workflow › Automatische Übergänge ein. In diesem Beispiel sind die Status 20 Reservierung, 21 Erinnerung, 29 Angezahlt, 30 Vollständig bezahlt und 80 Abgelehnt.
| # | Von → nach | Nach diesem Ereignis | Wartezeit | Was es bewirkt |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 20 → 29 | Zahlungsplan: Zeitplan, der bezahlt wird | 1 Minute | Die Anzahlung ist eingegangen. |
| 2 | 20 → 30 | Zeit, für die Buchung wurde bezahlt | 1 Minute | Alles wurde auf einmal bezahlt. |
| 3 | 29 → 30 | Zahlungsplan: Zeitplan, der bezahlt wird | 1 Minute | Der Restbetrag ist eingegangen. |
| 4 | 20 → 21 | Datum/Uhrzeit der Schaffung Buchung | 7 Tage | Eine Woche nach der Buchung noch nichts bezahlt: Erinnerung. |
| 5 | 21 → 80 | Letzter Statusübergang | 14 Tage | Zwei Wochen nach der Erinnerung immer noch nichts: ablehnen. |
| 6 | 21 → 29 | Zahlungsplan: Zeitplan, der bezahlt wird | 1 Minute | Nach der Erinnerung doch noch angezahlt. |
| 7 | 21 → 30 | Zeit, für die Buchung wurde bezahlt | 1 Minute | Nach der Erinnerung doch noch alles bezahlt. |
Alle Übergänge haben Gültig für: sowohl Eltern als auch Kind und die Aktion Übergang ändern. Die Wartezeit tragen Sie im Feld für Tage und/oder Minuten ein.
Die Erinnerung: Übergang 4 mit einer E-Mail
Eine Erinnerung geht immer zusammen mit einem E-Mail-Übergang beim selben Statuswechsel:
| Statusübergang alt → neu | 20 Reservierung → 21 Erinnerung |
| E-Mail an | An den Kunden |
| Kopie an BCC | Ja |
| Gültig für | Sowohl Eltern als auch Kind |
| Vorlage | Booking_Reminder1 |
Fügen Sie in diese E-Mail einen Zahlungslink ein, damit der Kunde sofort zahlen kann, und nennen Sie die Frist: innerhalb von 14 Tagen, sonst wird die Reservierung abgelehnt. Bei Übergang 5 können Sie auf dieselbe Weise eine E-Mail verknüpfen, damit der Kunde weiß, dass die Reservierung abgelehnt wurde.
Möchten Sie auch eine Erinnerung für den Restbetrag, legen Sie dieselbe Reihe ab Status 29 an, mit dem Ereignis Zahlungsplan: Zeitplan, der bezahlt werden muss.


