Functionele omschrijving
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Die Kundensynchronisation zwischen i-Reserve und AFAS ist pro Feld richtungsgesteuert. In den Parametern der Verbindung steht pro aktivem Kunden-/Firmenfeld eine Zeile mit Richtung, AFAS-Connector und AFAS-Feldname. So legen Sie pro Feld fest, wer Eigentümer der Daten ist.

1. Richtung pro Feld

RichtungAusgehend (i-Reserve → AFAS)Eingehend (AFAS → i-Reserve)
i-Reserve führend (Standard)Feld wird an AFAS gepushtEingehender Wert wird ignoriert
AFAS führendFeld wird nicht mitgesendetEingehender Wert überschreibt i-Reserve
Keine Synchronisation

Zu AFAS führend gehört ein GetConnector + Feldname (woher der Wert kommt); zu i-Reserve führend ein UpdateConnector-Objekt wie KnOrganisation, KnPerson, KnBasicAddressAdr oder KnContact (wohin der Wert geschrieben wird).

2. Wann entsteht der Debitor in AFAS?

Eine Kundenregistrierung in i-Reserve pusht nicht automatisch nach AFAS. Der Debitor entsteht, sobald er zum ersten Mal benötigt wird:

  • Bei der Fakturierung — wenn eine Rechnung endgültig wird, sucht die Verbindung den Debitor; existiert er nicht, wird er angelegt.
  • Manuell — über die AFAS-Aktionsschaltfläche auf der Kundenkarte.

Beim Anlegen werden nur Felder mit Richtung i-Reserve führend nach AFAS geschrieben. Der zurückgegebene Debitorencode wird im Extern-ID-Feld des Kunden gespeichert, sodass spätere Synchronisationen sofort den richtigen Debitor finden. Das verhindert halb gefüllte Debitoren und unnötige Schreibvorgänge bei jeder Registrierung.

3. Manuell von der Kundenkarte

  • An AFAS senden — legt den Debitor an oder aktualisiert ihn gemäß den Feldrichtungen.
  • Aus AFAS abrufen — holt die AFAS-führenden Felder auf Anfrage.
  • Debitor- und Rechnungsdetails — zeigt die aktuellen AFAS-Daten neben den i-Reserve-Werten, inklusive Synchronisationsstatus pro Rechnung.

4. Inbound-Sync (AFAS → i-Reserve, optional)

Mit dem Inbound-Sync holt eine Hintergrundaufgabe periodisch geänderte Debitoren aus AFAS (Intervall einstellbar, Standard alle 30 Minuten). Die Aufgabe filtert auf Debitoren, die seit dem letzten erfolgreichen Lauf geändert wurden; dafür ist ein Änderungsdatum-Feld im Debitor-GetConnector nötig — ohne dieses Feld wird jedes Mal die vollständige Liste geholt.

Pro geholtem Debitor:

  1. Abgleich, in dieser Reihenfolge: externe ID → Debitorennummer → E-Mail-Adresse. Ein bestehender, noch nicht verknüpfter Kunde mit derselben Debitorennummer oder E-Mail-Adresse wird verknüpft statt dupliziert.
  2. Kein Treffer → optional wird ein neuer Kunde angelegt (einstellbar).
  3. Felder → nur Felder mit Richtung AFAS führend werden aktualisiert. Optional werden auch die Daten der Kontaktperson aus dem Kontakt-GetConnector übernommen.
  4. Firmenmodus → ist ein Firmen-Verknüpfungsfeld konfiguriert, wird der AFAS-Debitor einer Firma zugeordnet (bei Bedarf angelegt) und Kontaktpersonen werden Kunden unter dieser Firma.

5. Konflikte, Audit und Schleifenvermeidung

  • Ändert ein Benutzer in i-Reserve ein Feld, das auf AFAS führend steht, überschreibt der nächste Inbound-Lauf diesen Wert wieder — AFAS gewinnt bei seinen eigenen Feldern. Der Konflikt wird explizit protokolliert.
  • Jede eingehende Änderung erzeugt einen Audit-Eintrag mit altem und neuem Wert, sodass Änderungen immer nachvollziehbar sind.
  • Während eines Inbound-Laufs ist die Schleifenvermeidung aktiv: Das Speichern des Kunden löst keinen Push zurück nach AFAS aus.
  • Der Synchronisationszeitpunkt wird nur nach einem fehlerfreien Lauf fortgeschrieben; nach einem Fehler ist der Lauf gefahrlos wiederholbar.

Die Einrichtung von Connectoren und Rechten ist in AFAS Profit einrichten beschrieben.